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der kleine dicke sagt noch ganz ernst »jetzt gehts gleich ab«, da stürzen auch schon 2 uniformierte herein. ob wir hier irgendwo einen bärtigen jungen mann mit schwarzer stoffjacke und pistole gesehen hätten? der kleine dicke schüttelt schon während der frage bedächtig den kopf, den blick fest geradeaus gerichtet, und streicht mit dem finger um den fuß des weißbierglases vor ihm. der barkeeper grinst und poliert weiter das besteck, das er eben aus der spülmaschine genommen hat. nur das mädchen direkt vorn am eingang sagt etwas, fast arrogant, was noch dadurch unterstrichen wird, wie sie sich die haare aus der stirn streicht. »meinen sie ich würde hier so ruhig sitzen und trinken, wenn hier jemand mit einer waffe durchlaufen würde? «.
die polizisten werden sich langsam der sinnlosigkeit der situation bewusst, aber statt zu reagieren und draußen weiter nach ihrem verdächtigen zu suchen, fangen sie nun an, das mädchen anzumotzen, wie menschen das so tun, wenn emotionen die kommunikation blockieren. »können sie sich ausweisen? « und »haben sie auch einen beruf? «. die uniformträger führen uns ihr jahrelang einstudiertes querulantentum in perfektion vor und hätten uns wohl am liebsten alle verhaftet, wenn nicht glücklicherweise ein funkspruch ihre diensteifrigkeit unterbrechen würde. der gesuchte sei in der k.strasse erwischt worden, man brauche verstärkung.
die beiden verlassen das lokal genauso schnell, wie sie gekommen waren, ohne sich zu entschuldigen oder sich zu verabschieden. und der kleine dicke bestellt noch »ein weißbier, bevor die wiederkommen«.


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