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Gestörte Kinder Hier im Haus, in dem sich auch mein Büro befindet, hat sich Anfang des Jahres ein "Office for Children's Educational & Psychological Services" angesiedelt, also eine Art Kinderpsychologe. Scheint alles nicht ganz billig zu sein, jedenfalls sind die Eltern die da ihre "auffälligen" oder "unkontrollierbaren" Kinder vorbeibringen alle den höheren Einkommensschichten zuzuordnen (nicht nur die Autos sind teuer, auch die Gegend an sich). Die Beschreibung der Kinder auch deshalb in Anführungszeichen, weil es sich dabei keineswegs um Behinderte oder Sonderschüler handelt, sondern großteils um Einzelkinder mit denen die Eltern nicht fertig werden.

Was da an Eltern jeden Nachmittag ab 17:00 Uhr vorbeiläuft ist durchaus gruslig und über die Psychotante möchte ich nicht viel sagen, außer dass ich mit dieser Frau nichtmal übers Wetter reden möchte...

Die Kausalkette ist in etwa wie folgt: berufstätiges Elternpaar hat zu wenig Zeit und Liebe für das gelangweilte Einzelkind. Kind reagiert auf die Situation mit Lernstörungen, Intro- oder Extrovertiertheit. Eltern fühlen sich überfordert kaufen dem Kind noch mehr Spielzeug und bringen es zum teuren Psychologen, wo wiederum viel von dem Geld ausgegeben wird, welches mühselig mit 2 Einkommen zusammengerafft wurde, von den Kosten für Medikamente wie Ritalin oder Prozac gar nicht zu reden. Die Rechnung geht also nicht auf, bzw. wäre für alle Beteiligten (inklusive Gesamtgesellschaft, exklusive Psychotanten) leichter anzustellen: Geld zum Ruhigstellen des Kindes und für den Psychologen sparen, stattdessen etwas weniger Arbeiten und die gewonnene Zeit mit dem Kind verbringen. Aber das wäre ja vernünftig und würde voraussetzen, dass man die Ursachen erkennt, statt die Symptome zu bekämpfen und die nächste Generation Zombies heranzuzüchten.


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