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Vor dem Hotel Mariandl treffe ich auf ein paar sympathische Menschen mit Instrumenten. Wir kommen ins Gespräch, sie erzählen, dass sie aus London kommen und die Band The Bongolian seien, Musiker die zum Teil auch bei Big Boss Man spielen. Sie würden heute Abend zusammen mit der »fabulous Miss Holly Golightly« (sie heißt angeblich wirklich so) spielen. Holly ist ebenfalls sehr sympathisch, fragt nach meinem (kalifornischen) Akzent und erzählt dann, dass sie auch eine Zeit in San Francisco gelebt hat. Nach ein paar Minuten Geplauder meinen sie, ich solle doch am Abend zu ihrem Konzert kommen. Nach kurzer Überlegung werfe ich meine Abendplanung spontan um und fahre zum Atomic Café.
Der Laden füllt sich sehr schnell, das Publikum ist bunt gemischt und alles blickt erwartungsvoll zur Mini-Bühne mit dem silbernen Glitzervorhang. Als The Bongolian kaum eine halbe Stunde später ihren Set beginnen, ist der Retrotrip dann komplett. Die Jungs treten in hellen karierten Hosen, schwarzen Rollkragenpullover und langen Muschelkettchen auf. Sogar die Frisur vom Bassisten scheint aus den 60er Jahren zu stammen. Die Musik ist eine eigenwillige Mischung aus Funk, Soul, Beat und Jazz, wobei der Sound der Orgel und natürlich der Bongos im Mittelpunkt stehen. Eine Welle guter Laune schwappt durchs Atomic, Musik wie für eine Pool Party.
Als dann schließlich die wirklich großartige Holly Golightly ihren Auftritt hat, ist die Stimmung auf dem Höhepunkt. Die Musik ist jetzt mehr Rockabilly, teilweise auch Blues, aber immer Garage.
Ein gelungenes Konzert, auf das eine ausgelassene Party folgt, erstaunlich wie viele Leute im Publikum dem 60er Beat-Look huldigen. Bevor ich gehen kann, muss ich mit den Musikern an der Bar noch ein paar Drinks nehmen, aber das ist eine andere Geschichte.


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