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Eigentlich hatte ich es mir schon abgewöhnt das Rolling Stone Magazine zu lesen, 20% Trefferquote bei Musik und Themen waren mir einfach zu wenig. Aber letzte Woche habe ich doch wieder mal $4.95 dafür auf den Tresen gelegt und was muss ich lesen:
nach 20 Jahren ist die aktuelle Doppelausgabe das letzte Heft an dem der derzeitige Chefredakteur Robert Love mitwirkt. 20 Jahre in denen Rolling Stone zuerst noch maßgeblich an der amerikanischen Popkultur mitgeschrieben hat, sich auch für überlange wohlrecherchierte politische Artikel nicht zu schade war, sich dann aber langsam auf der Suche nach seiner Zielgruppe verfranste. Mit Britney Spears (und anderen Plastikprodukten des ausgehenden 20.Jahrhunderts) auf dem Titelblatt verschreckte man die vor 1975 Geborenen, während allein die Erwähnung von Hunter S.Thompson im Inhaltsverzeichnis alle Jüngeren zum sofortigen Weglegen des "Hippieblatts" animierte.
Der neue Chefredakeur Ed Needham kommt von FHM und hat die Aufgabe das Blatt zu trimmen, die Ausrichtung neu zu gestalten um Leser von den derzeitigen Musterkindern der Amerikanischen Presse FHM, Maxim und Blender zurück zu gewinnen. Es steht also zu befürchten, dass eine 'Focus'-ierung für RS ansteht, weniger Inhalt, mehr Bilder, kürzere Beiträge (Fuckten Fuckten Fuckten!). Weg von unbequemen Themen, hin zu Mode und Trend. Na dann viel Spaß dabei...

»There's never been a completely satisfactory rock magazine, the closest was Creem from the Dave Marsh and Lester Bangs era or the late '60s Rolling Stone, when Greil Marcus could write a 4,000-word sidebar on Dylan bootlegs. It was a time when those publications were really exciting, when so many chances were being taken.«

Quelle


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