Nachdem es so in den Kommentaren stand: "mediengeiles Hippchen" + "Trendschnepfe" + "Schickeriahupferl" = Cool.
Da hab ich eindeutig eine andere Vorstellung vom Konzept "cool sein". Jedenfalls bin ich nach meiner neulichen Häme nochmal zu Else Buschheuers Tagebuch gesurft um zu überprüfen ob ich vielleicht zu weit gegangen bin. Doch siehe da, sie schreibt wieder und bestätigt weiterhin den Eindruck der peinlichen Narzistin. Sie schreibt sie sei jetzt eine Andere, distanziert sich von ihrem früheren Ich, doch immer wieder scheint die alte Buschheuer durch, munteres Namedropping wie es halt so üblich ist. Selbstgefälliges Erwähnen das eigene Konterfei auf einer Deutschen Illustrierten in NY gesichtet zu haben, verpackt in einer Formulierung die wohl kokett und selbstkritisch wirken soll und letztlich doch nur hohl ist

»("Uralte Spiegel, Woche, MAX, BIZZ (mit so einer Tussi drauf...wie hieß die noch....Buschheuer... starre das an, was ich mal gewesen bin. Lege es weg.")«

Und schließlich der Knaller, die neu aufgesetzte Fassade der Bescheidenheit wird für eine Sekunde fallengelassen um mal eben anbiedernde Kritik loszuwerden: »Wenn du dich da mal nicht irrst, kleiner Woody« schreibt sie über eine Aussage von Woody Allen, so patronizing als sei er eines ihrer missratenen Kinder.
Nein, ich bin keiner der Leute von denen sie schreibt, sie würden ihre böse E-Mails schicken, ihr unmittelbar wehtun wollen - das ist nicht mein Stil. Keine Frage, dass sie geschockt war von den Vorfällen in Manhattan, mehr als viele von uns, schon bedingt durch die Nähe. Dennoch gilt für ihr Tagebuch das gleiche wie für CNN: einfach mal wegschauen, abschalten und nicht wichtig nehmen, oder mit aktiviertem Bullshit-Detector als Unterhaltung genießen.


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