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Letzten Donnerstag in der Philharmonie »From Bach to Brubeck« mit dem Dave Brubeck Quartet, Anthony & Joseph Paratore, sowie dem Bach Collegium München - ein unglaubliches Konzert!
Der Abend begann noch etwas unterkühlt mit einem Konzert für zwei Klaviere und Orchester von J.S.Bach (BWV 1060), wurde aber schon im Anschluß besser, als man bei »Points of Jazz« mit Staunen beobachten konnte wie die Brüder Paratore sich scheinbar blind verstehen.
Nach der Pause betrat dann Dave Brubeck selbst die Bühne und es gab es kein Halten mehr. Anfang Dezember feiert er seinen 84. Geburtstag, aber am Klavier spielt er mit seinem Quartet, als sei er 40 Jahre jünger. Es folgten eine Reihe von Klassikern »Unsquare Dance«, »Lullaby«, »Blue Rondo a la Turk« und natürlich »Take Five«, die durch die Verstärkung des Kammerorchesters wunderbar energetisch daher kamen. Dave selbst schien einen Mordsspaß zu haben, zwinkerte den Cellisten fröhlich zu, lachte laut über ein Missgeschick des Dirigenten, verteilte die Soli unter seinen Mitstreitern Robert Militello (Saxophon, Querflöte), Randy Jones (Schlagzeug) und Michael Moore (Kontrabass) und freute sich wie ein Kind, als am gegenüberliegenden Flügel noch einmal die Paratores vierhändig spielten. Als der Abend viel zu früh mit einem unerwarteten »Guten Abend, Gute Nacht« unter Teilnahme des Publikums zu Ende ging, hatte ich tatsächlich Tränen der Rührung in den Augen – Dave Brubeck ist nicht nur eine lebende Jazz Legende, sondern auch ein wahnsinnig sympathischer älterer Herr.


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