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Ein Beitrag, der mir schon lange am Herzen liegt: ich möchte das Mißverständnis, dass Amerikaner prüde sind, aus der Welt schaffen. Nehmen wir zum Beispiel die öffentlichen Toiletten Einrichtungen in USA (sogennante bathrooms). Der Amerikaner hat ein natürliches Verhältnis zu seinen Fäkalien (feces). Wie sonst ist es zu erklären, dass die Toilettentrennwände die Dicke einer Pressspanplatte haben und oben und unten offen sind? Typischerweise findet man dieses Modell in amerikanischen Büros. Dann gibt es noch die Modelle "es gibt keine Tür". Dieses Modell ist z.B. am Strand in Carmel zu finden. Mein absoluter 'Hit' ist die öffentliche Toilette im Henry Cowell Redwoods State Park: die obligatorische 'halbhohe' Trennwand. Die Wand ist in Augenhöhe, wenn man am Locus sitzt! Das heißt, wenn man aufsteht, reicht einem die Wand bis zur Hüfte! Kein schöner Anblick -- glaubt es mir einfach.

Der Deutsche (und Österreicher) versteckt sich gerne hinter Türen. Manche Toiletten bieten sogar den Komfort, dass eine Musik angeht, wenn man reinkommt -- um diverse Geräusche abzudecken. Nicht so beim Amerikaner! Nein, man muss das alles miterleben, was der "Stallnachbar" so von sich gibt. Gerade gestern wurde ich mal wieder von einem schmerzerfüllten Stöhner begrüßt. Grausam, was sich da abspielt. Mit Hilfe diverser Diskussionen im Büro habe ich herausgefunden, dass diese open door policy damit erklärt wird, dass man im Notfall (vor allem bei Herzinfarkt) eingreifen kann.

Das soll mir noch einer sagen, dass der Ami prüde ist. Inspiriert wurde ich hier.


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