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Sie saßen in dem Café an meinem Tisch und diskutierten laut genug, dass die Hälfte der Gäste mithören mußte. Aus dem Gespräch war zu entnehmen, dass er aus Norddeutschland stammt, BWL studiert, nebenbei in einer Agentur jobbt, seinen Chef für einen Gott hält und davon träumt eine Kneipe mit integriertem Plattenladen zu eröffnen, ihm dazu aber leider die »Connections« fehlen. Sie kam nicht ganz so oft zu Wort, aber wollte wohl über die Urlaubsplanung reden. Ideen für finanzierbare Ziele hatte sie schon ein paar, aber die fanden bei ihm wenig Gehör, an den einen Ort würde momentan sowieso jeder »Schwätzer« fahren, der andere wäre gerade »mega-out«. Dann begann sie eine Liste auf die Serviette zu kritzeln mit möglichen Reisezielen und er solle sich bitte bis morgen überlegen, was ihm davon am besten gefalle. Nach einem kurzen Blick auf die Alternative meinte er völlig ironiefrei, dass er dann diese Orte in Google eingeben würde und der mit den wenigsten Treffern würde es dann werden, ja, genau, so werde er es machen. Am Nebentisch brach schallendes Gelächter aus…


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