Kino: Heist

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Um vom Shopping-Schock wieder runterzukommen hab ich mir endlich noch "Heist" angesehen, den letzten Film von David Memet.
Memet ist seit Filmen wie "House of Games", "Wag the Dog", "The Spanish Prisoner", "State and Main" und vor allem "Glengarry Glen Ross" sehr weit oben auf meiner persönlichen Bestenliste. Dabei hat er einen sehr eigentümlichen Stil entwickelt, seine Dialoge sind immer sehr geschliffen und wirken dadurch manchmal aufgesetzt, näher dem Theater als dem Film, was wohl auch manchen Kinogänger stört.
"Heist" ist eine Gaunergeschichte rund um eine Gruppe von Profidieben, die sich eigentlich zur Ruhe setzen wollen, die aber von einem miesen Auftraggeber (Danny DeVito) gezwungen werden noch einen letzten großen Coup auszuführen. Die Story ist nicht so ganz der Knaller, aber durch immer wieder neue Wendungen zumindest sehr kurzweilig. So richtig gut wird der Film erst durch seine Darsteller, allen voran Gene Hackman als der ultraprofessionelle alternde Chef der Bande ("He's so cool, at night sheep count him"), Delroy Lindo (bekannt aus "Get Shorty") und Ricky Jay. Bei letzterem macht es immer besonders Spaß auf den nächsten Trick zu warten, ist er doch auch im wahren Leben ein professioneller Taschendieb und Illusionist. Rebecca Pidgeon hat leider die farbloseste Rolle als die junge Freundin von Hackman, dafür ist Danny DeVito als Gangsterboss hervorragend, ein wunderbar dunkler Charakter.
Fazit: ein guter Film, aber kein Volltreffer, der dümmlichen Popcorn-Kino Konkurrenz trotzdem meilenweit voraus.

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