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Veränderungen - das Ende von Zeitschriften

Seit rund 6 Jahren les ich regelmässig das “Premiere Magazin”, eine amerikanische Kinozeitschrift. In München bin ich dafür immer extra zum Sußmanns am Ostbahnhof gefahren und hab ein Schweinegeld abgedrückt, aber dafür gabs auch immer die besten Hintergrundberichte über neue Filme und auch immer wieder längere Reportagen und Interviews aus allen Bereichen zum Thema Film für die in anderen Zeitungen nie Platz war. Vor 3 Monaten hat ein neuer Chefredakteur das Premiere übernommen und seither gehts bergab. Das neue Layout fand ich ja erst noch ganz gelungen, wirkte irgendwie luftiger, aufgeräumter und moderner, aber leider gings auf Kosten des Inhalts. Die letzten 2 Ausgaben waren eigentlich nur noch Bildersammlungen von Hollywood-Stars und völlig belanglos. Und als ich heute das neueste Heft in der Hand hilt war mir entgültig klar, das war die letzte Ausgabe für die ich bezahlt habe.
Gerade mit Zeitschriften ist es mir immer wieder so ergangen, das ich sie irgendwann nicht mehr lesen wollte (wobei es machmal auch daran lag, daß ich mich verändert hatte). Rückblickend wars u.a. so mit dem “Metal Hammer” (wurde immer mehr zur Bravo), “Tempo” (lange bevors in die Zeitgeist-Pleite ging) und eines der letzten Opfer war das Rolling Stone Magazine. Ich find es ist immer wieder schade wenn sich irgendein fester Bestandteil des Alltags so ändert das man nicht mehr damit leben mag.
N.P.: Tool - Lateralus (immer noch!)

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