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Musik

Aus der Vielzahl meiner CD Neuerwerbungen der letzten Monate möchte ich 2 Platten hervorheben.

System of a Down sind mit ihrer zweiten Veröffentlichung “Toxicity” in den USA ziemlich erfolgreich, was mich in Anbetracht des Massengeschmacks zwar leicht verwundert, ich der Band aber durchaus gönne. Moderner Crossover, durchaus tanzbar, mit einer Prise NuMetal (wer hat dieses blöde Label eigentlich erfunden?), wer die heftigeren Tracks von Faith No More mochte wird sich auch mit SoaD wohlfühlen. Immer zwischen Melodie und kurzen heftigen NoiseCore Ausbrüchen, ist die Platte sehr kurzweilig und abwechslungsreich und die meisten ihrer Texte sind es durchaus wert gelesen zu werden, politische Aussagen sind für SoaD Teil der Selbstdefinition. Naja, für “Psycho” gilt das wohl nicht: “Psycho! Groupie! Cocaine! Crazy!”… Anspieltipps: “Chop Suey” und der Titelsong “Toxicity” mit herrlich vertrackter Rhythmik.
System of a Down homepage (Achtung Flash)

Die CD die derzeit am häufigsten in meinen Player darf ist Katatonia “Last Fair Deal Gone Down”. Ich hab länger gebraucht um die Schönheit dieser Musik zu erkennen, aber inzwischen brauch ich meine tägliche Dosis. Einordnen läßt sich “Last Fair Deal Gone Down” wohl in die große Schublade Gothic-Rock, auch wenn es der Sache nicht ganz gerecht wird. Durchaus harte Gitarren, aber dazu sehr melancholischer Gesang sowie teilweise morbide Texte - ich nenns November-Rock. Nicht so poppig wie HIM, nicht so metallisch wie Moonspell, etwas härter als Anathema, haben Katatonia einen sehr eigenständigen Sound gefunden, Hut ab. Anspieltipps: alle Titel! Nein, wer sich nur mal ein schnelles Bild machen will (eigentlich eine schlechte Idee bei solch intensiver Musik) soll sich “Tonight’s Music”, “Teargas” und “We must bury you” anhören.
Katatonia homepage (Achtung Flash), Texte zu Last Fair Deal Gone Down

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